Prof. Dr. Jürgen G. Körner Stiftungsfonds
Stifter aus Dankbarkeit

Bedürftigen helfen, Bildung fördern: Garlef Körner unterstützt mit seiner Stiftung das, was ihm am Herzen liegt
Viel braucht Garlef Körner nicht für ein glückliches Leben. Dazu gehört, für andere Menschen da zu sein.
Es war Glück“, sagt Garlef Körner, und der Satz hängt an diesem nebeligen Herbsttag einen Moment lang in der Luft. Glück zu haben bedeutet für den Stifter, in Lebensumständen geboren zu sein, in denen es ihm besser geht als vielen anderen Menschen. Gleichzeitig weiß er, wie hart sich das Leben manchmal anfühlen kann.
Eine Stiftung zu Ehren des verstorbenen Vaters
Nach dem Abitur wurde Garlef Körner rasch alkoholkrank, er brach das Studium ab, lebte von Hartz IV und wusste oft nicht, ob er sich am Monatsende noch etwas zu essen würde leisten können. Kein schönes Gefühl, auch wenn es dank der fürsorglichen Eltern, die sich später trennten, immer ein doppeltes Netz gab und ihm irgendwann der Weg aus der Sucht gelang. Seine Dankbarkeit drückt er heute durch den Stiftungsfonds aus, den er zu Ehren seines Vaters gegründet hat.
Garlef Körner kam in den 1970er-Jahren in Hamburg zur Welt. Sein Vater, Jürgen Hans Garlef Körner, war Physiker und lehrte ab 1982 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. „Einmal saß ich bei ihm in der Vorlesung und war stolz, wie er Wissen teilte. Er teilte Freude.“ 2021 verstarb der Vater. Doch Jürgen Hans Garlef Körner, in Hongkong geboren und aus einer wohlhabenden Hamburger Kaufmannsfamilie stammend, hatte nie darüber gesprochen, was mit seinem Erbe geschehen sollte. Ganz offensichtlich hatte er seinem einzigen Kind vertraut.
Kaffee, Kuchen und Wärme
Garlef Körner musste nicht lange überlegen. Er gründete den Prof. Dr. Jürgen G. Körner Stiftungsfonds und unterstützt auf diese Weise ausgewählte Projekte. So kann das Sonnenschein Café, das in der Mathilde Bar in Hamburg-Ottensen beheimatet ist, sonntags Bedürftigen mit frischem Kaffee, Kuchen und viel menschlicher Wärme ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Außerdem engagiert sich der FC-Sankt-Pauli-Fan unter anderem für das Deutschlandstipendium, bei dem private Förderer Geld an Hochschulen spenden können, das dann von den jeweiligen Bundesländern verdoppelt wird.
„Als ich hörte, dass ich einen angehenden Physiker an der Universität, an der mein Vater lehrte, unterstützen kann, war ich sofort dabei“, erzählt Garlef Körner begeistert.
Auf ganzer Linie nachhaltig
So kann sich ein Stipendiat voll auf sein Studium konzentrieren, ohne nebenbei jobben zu müssen. Der junge Mann, das weiß Körner, möchte später Technologien für erneuerbare Energien entwickeln. Ein Gedanke, der gut zu Körners Sinn für Nachhaltigkeit passt.
Er selbst reist am liebsten mit dem Deutschlandticket und übernachtet in Jugendherbergen. Statussymbole sind ihm nicht wichtig, vielmehr legt er Wert auf Bodenständigkeit. Es ist das Teilen als Stifter, das ihm Freude bereite. Glück ist eben auch das, was man daraus macht.