Deutschlandstipendium
„Wir könnten noch mehr Stipendien vergeben!“

Seit zehn Jahren gibt es das Deutschlandstipendium an der Universität Hamburg. Dabei unterstützen private Förderer die Leistungsträger von morgen.
Dreihundert Euro monatlich – also 3.600 Euro im Jahr –, das ist für Studierende viel Geld. Die Summe monatlich zur Verfügung gestellt zu bekommen schafft Freiheiten, um sich besser auf das Studium konzentrieren zu können. Wer in den Genuss des Deutschlandstipendiums kommt, tut aber auch viel dafür: Die jungen Menschen studieren außerordentlich erfolgreich, engagieren sich gesellschaftlich – und sie meistern besondere Hindernisse im eigenen Lebens- oder Bildungsweg.
Doch wie setzt sich die Förderung zusammen? Finanziell unterstützt werden die Studierenden je zur Hälfte von der öffentlichen Hand und von privaten Spendern wie Unternehmen, Stiftungen, Alumni und anderen Privatpersonen. „Jeder gespendete Euro wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Land Hamburg gemeinsam verdoppelt“, erklärt Dr. Andrea Schultze, Leiterin der Geschäftsstelle Deutschlandstipendien an
der Universität Hamburg.
Attraktives Programm für Unterstützer
Fast 300 Studierende profitieren jährlich von diesem Exzellenzprogramm, das die Hochschule 2014 eingeführt hat und dessen Verwaltungskosten sie trägt. 2024 waren 93 Förderer mit am Start – dadurch konnten über eine Million Euro Stipendiengelder ausgezahlt werden. Die Nachfrage ist hoch: Etwa tausend Studenten bewerben sich jährlich an der Universität Hamburg für ein Deutschlandstipendium. Dass nicht alle eines erhalten, liegt nicht an der öffentlichen Hand, erläutert Schultze: „Wir könnten noch mehr Stipendien vergeben!“ Das öffentliche Budget sei noch nicht ausgeschöpft, es müssten dafür allerdings noch mehr private Förderer einsteigen.
Der Netzwerkgedanke zählt
Attraktive Argumente für die privaten Unterstützer gibt es viele: Sie können den Studiengang, den sie explizit fördern möchten, festlegen und gegebenenfalls andere Förderwünsche äußern. Und sie profitieren dank des vielfältigen Begleitprogramms des Deutschlandstipendiums von einem großen Netzwerk. Außerdem gibt es eine Spendenbescheinigung.
Das beste Argument aber sei, so Schultze, dass Unternehmen, Vereine, Stiftungen oder engagierte Bürger so „zur Ausbildung der künftigen Spitzenkräfte beitragen.“